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Energiepreise, Energiesicherheit, Klimaveränderung, Energiepolitik – diese Themen werden seit Jahren in der Öffentlichkeit engagiert und oftmals sehr emotional diskutiert. Energie ist einer der zentralen Faktoren unseres Lebensstandards. Fragen zum Thema Energie beschäftigen uns heute mehr den je - zunehmende Mobilität des Einzelnen, ein höherer Automatisierungsgrad des Alltags, sowie eine Erhöhung des Lebensstandards in teilweise bevölkerungsreichen Ländern lassen auch die globale Nachfrage nach Energie kontinuierlich steigen.

Energie bedeutet immer auch Politik und Ökonomie. Vor allem aber bedeutet Energie heute noch immer Geologie! Kohle, Öl, Erdgas sowie Uran decken momentan einen Grossteil des weltweiten Energiebedarfs, trotz grosser Fortschritte und starkem Wachstum des Anteils der alternativen Energien. Doch wie lange reichen diese fossilen Reserven noch? Wann, und unter welchen Umständen, gehen uns Erdöl und Erdgas aus? Kann man aus Kohle ‚saubere’ Energie gewinnen? Welches Potential hat Geothermie? Wann und wo ist der Einsatz von Solarenergie sinnvoll? Wie weit bringt uns Bioethanol?

Die Arbeitsgruppe Energie des CHGEOL hat sich zum Ziel gesetzt, die wichtigsten Fakten zum Thema zusammenzutragen und den Mitgliedern des CHGeol in einer Publikation zur Verfügung zu stellen. Sie will den Geologinnen und Geologen einerseits einen fachlich fundierten Überblick über die geologischen Energiequellen liefern. Für einen Gesamtüberblick sollen aber auch Wind- und Solarenergie, Wasserkraft sowie Biofuels behandelt werden. Ziel ist es, die Geologinnen und Geologen mit Fakten zu versehen, welche das kritische Hinterfragen und Beurteilen von Daten und Aussagen sowohl in geologischen wie auch in fachfremden Energiethemen erlauben. Dabei wird den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Energieformen sowie dem zukünftigen Potential besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Im Weiteren sollen die Spannungsfelder von Politik, Ökonomie und Umweltschutz aufgezeigt werden, in welchen sich Fragen zu Energie bewegen.

Immer  öfter werden verschiedene Formen der Energiebereitstellung kombiniert. Für solche Projekte sind fachübergreifende Kenntnisse von grossem Vorteil. Die Publikation soll deshalb auch die Neugierde für nicht-geologische Energien wecken, um Grundkenntnisse zu erwerben, einen besseren  Überblick zu erlangen und eine kritische, fachlich fundierte Gesamtbeurteilung zu ermöglichen, welche praxisnah und dem jeweiligen Projekt angepasst ist.

Schweizerischer Energieverbrauch nach Energieträgern

Quelle BfE, Stand 2005

 

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Stand  09.01.2007